Google hat gerade eine neue Funktion in Google AdSense eingeführt, nämlich die Funktion "Share Full IP Address" (Vollständige IP-Adresse teilen) im Anzeigenauktionsbereich. Diese Funktion wurde Anfang Juni 2026 offiziell von Google AdSense veröffentlicht.
Einfach ausgedrückt gibt uns diese Funktion die Möglichkeit, als Website-Betreiber die vollständige IP-Adresse der Besucher zu senden, nicht mehr wie früher fragmentiert, an Werbenetzwerke wie Google Ads oder Display & Video 360.
Nun, wie profitieren wir davon? Lassen Sie uns in aller Ruhe die Vor- und Nachteile besprechen.
Was sind die Vorteile für uns?
Wenn diese Funktion aktiviert wird (Entsperrung in den Einstellungen), gibt es einige positive Effekte auf die Anzeigenleistung und das Website-Einkommen:
1. Potenziell höhere Einnahmen (eCPM/CPC steigen)
Für große Werbetreibende sind vollständige IP-Daten sehr wertvoll. Sie zahlen mehr, wenn sie genau wissen, wo ihre Anzeigen geschaltet werden. Da wir vollständigere Daten liefern, kann der Preis für Anzeigenplätze auf unserer Website steigen, was letztendlich unsere Einnahmen erhöht.
2. Passendere Anzeigen (genaues Targeting nach Standort)
Wenn Besucher unserer Website aus verschiedenen Städten oder spezifischen Regionen kommen, hilft die vollständige IP sehr. Werbetreibende können dann Anzeigen schalten, die genau zur Stadt des Besuchers passen. Wenn die Anzeigen relevant sind, steigt die Wahrscheinlichkeit für Klicks (CTR) automatisch.
3. Bessere Sicherheit vor Bot-Traffic (Invalid Traffic)
Es ist doch ärgerlich, wenn das AdSense-Konto aufgrund von Click Fraud oder Bot-Angriffen eingeschränkt wird? Nun, durch die Weitergabe der vollständigen IP können Google und die Werbetreibenden falsche Klicks von Bots leichter in Echtzeit erkennen und blockieren. Das hilft, das Konto sicher zu halten.
4. Anzeigen werden nicht schnell langweilig
Werbetreibende wollen keine Verluste machen, indem sie immer wieder dieselbe Anzeige derselben Person zeigen. Die vollständige IP hilft ihnen, die Anzeigenfrequenz zu steuern (frequency capping). Dadurch werden die auf unserer Website erscheinenden Anzeigen abwechslungsreicher und frischer für die Besucher.
Aber es gibt Regeln zu beachten
Obwohl die potenziellen Einnahmen verlockend sind, gibt es einige Dinge von Google, die man verstehen muss:
Standardmäßig deaktiviert (Blocked): Da Google streng in Bezug auf Privatsphäre ist, ist diese Funktion standardmäßig auf blockiert gesetzt (IP wird gekürzt). Wenn wir also das Einkommen maximieren wollen, müssen wir sie manuell aktivieren.
Umgekehrte Logik des Schalters: Das ist etwas eigenartig. Da sich das Menü im Bereich Blocking Controls befindet, muss man zum Aktivieren dieser Funktion den Schalter deaktivieren (disable). Das heißt, wir heben die Blockierung auf.
Nicht alle IPs werden geteilt: Selbst wenn aktiviert, kürzt Google automatisch IPs, wenn nicht personalisierte Anzeigen (Non-Personalized Ads), eingeschränkte Anzeigen geschaltet werden oder Besucher aus Ländern mit strengen Datenschutzbestimmungen wie der GDPR in Europa kommen.
So aktiviert man sie (falls man es ausprobieren möchte)
Wenn Sie neugierig sind, ob diese Funktion die AdSense-Einnahmen steigern kann, gehen Sie wie folgt vor:
Melden Sie sich in Ihrem Google AdSense-Konto an.
Wählen Sie das Menü Brand safety (Markensicherheit).
Klicken Sie auf Content, dann auf Blocking controls (Blockierungssteuerung).
Klicken Sie auf Manage Ad serving (Anzeigenauslieferung verwalten).
Suchen Sie im Bereich Personalized ads die Option "Share full IP address".
Deaktivieren Sie den Schalter (disable), um die Blockierung aufzuheben und die vollständige IP an Werbetreibende weiterzugeben.
Klicken Sie auf Save.
Fazit: Diese Funktion ist durchaus vorteilhaft, wenn Ihr Hauptziel darin besteht, die Werbeeinnahmen zu steigern und die Sicherheit vor Bot-Traffic zu erhöhen, indem Sie den Werbetreibenden transparentere Daten bereitstellen.
Geschrieben von
Wilan
Kontributor tetap Bali Island Tekno yang aktif berbagi pengetahuan seputar teknologi, pemrograman, dan dunia rekayasa perangkat lunak.